Hentig gesteht Fehler ein

Warum es so wichtig ist, dass sich der Grandseigneur der Pädagogik entschuldigt

Hartmut von Hentig, der gefallene Grandseigneur der deutschen Pädagogik, hat sich selbstkritisch zu seinem einstigen Gefährten Gerold Becker geäußert, dem Schulleiter der Odenwaldschule, der an der Anstalt ein perfides Missbrauchsystem eingerichtet hat. Er habe, sagte er der Nachrichtenagentur dpa, nichts von den Vergehen seines Freundes Gerold Becker gewusst. Aber er hätte sie früher und eindeutiger verurteilen und sich  deutlicher bei den Opfern Beckers und der Schule entschuldigen müssen. Wir schreiben das Jahr 2015. Es hat also lange gedauert. Aber nun ist es geschehen, die Entschuldigung ist da.

Man tut sich schwer

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Podien&Lesungen

20. März: Jugendbildungsstätte Burg Ludwigstein: Wandervögel und politischer Eros. Diskussion mit Meike Sophia Baader, Tilman Jens, Jochen Weidenbusch und Christian Füller. Moderation: Holger Specht. 16-18 Uhr. Vorbereitet von AK Schatten der Jugendbewegung

  1. Wandervogel und Jugendbewegung stehen für beides: Wunschbilder einer päderastischen Gesellschaft – und eine pädosexuelle Praxis in Jugendverbänden. Es verknüpft sich das – bis heute – in der Jugendpflege prägende Bild der „autonomen Jugend“ mit einer legitimen pädosexuellen Kultur.
  1. Wer die Jugendbewegung neu denken will, muss die geistige und praktische Verstrickung in den idealen päderastischen Jugendverband radikal aufklären. Davon ist die Bewegung nach Jahrzehnten verschleiernder und beschönigender Literatur weit entfernt.
  1. Die Geschichte von Jugend- und bündischer Bewegung muss neu geschrieben werden: Welche Rolle spielten Wilhelm Jansen und die erste pädosexuelle Lobby „Der Eigene“ beim Aufbau der Jugendbewegung?

April: Uni Frankfurt (angefragt)

schon vorbei:

12. März: Buch-Premiere im Café Knorke, mit einer Buchvorstellung von Andrea Pingel, Fragen und Diskussion. Sekt&Häppchen. 19 Uhr. Die Veranstaltung ist offen.

Bald wird in der Heinrich-Böll-Stfitung der Bericht der internen grünen Aufklärungskommission vorgestellt. Bei der Buch-Vorstellung sollen auch erste Details aus dem Bericht thematisiert werden – und einige der folgenden Themen:

Sexualisierte Väterkultur: Die Zeit der 68er war wahrscheinlich die einzige Phase der Bundesrepublik, in der man Väter offen zu sexueller Praxis mit ihren Kindern aufforderte. Diese Idee war keine spinnerte Randerscheinung, sondern schlug sich in Hunderten Kinderladenprogrammen ab Mitte der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre wieder. >>> mehr

„Über diesen Unfug reden wir nicht“: Warum richtete die Enquetekomission „Internet&Digitale Gesellschaft“ des Bundestages mehrere Arbeitsgruppen zusätzlich ein – aber keine einzige, um ihren Ursprungsauftrag zu erforschen: institutionellen/technischen Kinder- und Jugendschutz? >>> Seite im Netz

Bermuda-Dreieck: Welche Rolle spielte der grüne Fast-Alterspräsident des Bundestages, Werner Vogel, bei der „Betreuung“ der beiden grünennahen Pädo-Kommunen Dachsberg&Stadtindianer?

Stützen oder Stürzen? Wieso äußerten sich die Grünen im Bundestags-Wahlkampf so abwertend und spöttisch über Missbrauchsopfer – obwohl es bereits seit 2011 enge Gesprächs-Kontakte der Parteispitze zu Betroffenen gab?

Päderasten&Terroristen: Was hatten der pädosexuelle Schulleiter Gerold Becker, der missbrauchsverdächtige Martin Bonhoeffer und Ulrike Meinhof Ende der 1960er Jahren zu besprechen?

Feministische Gegendiskurse: Wie war es möglich, dass trotz „kritischer feministischer Gegendiskurse“ (Gunda-Werner-Institut, Walter/Klecha), Parteitagsmehrheiten in vielen Grünenprogrammen die Legalisierung von „Sex mit Kindern“ beschlossen?

Das Denken bestimmt das Handeln: Welche Rolle spielte es für das gesellschaftliche Bewusstsein, dass seit Hans Blüher und Gustav Wyneken in deutschen Protestbewegungen sexuelle Gewalt immer wieder mit den schönsten Worten gepriesen wurde: pädagogischer Eros, sexuelle Befreiung, starke Freundesliebe…

14. März: Leipziger Buchmesse, 15:30 Uhr im ARD TV-Forum (Halle 3 C 501).